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Lehrermangel im SaalkreisAufatmen in den Grundschulen

09.11.2015 22:15 Uhr | Aktualisiert 09.11.2015 22:27 Uhr I http://www.mz-web.de
An der Grundschule in Holleben hat es massive Probleme mit der Unterrichtsversorgung gegeben. Jetzt werden mehr Pädagogen eingesetzt. Eltern halten die Gesamtsituation im Saalekreis aber weiter für prekär.
Holleben. Die Unterrichtsversorgung in verschiedenen Schulen im Saalekreis ist seit mehreren Wochen immer wieder Anlass für Diskussionen. Vor kurzem hatte der Kreiselternratsvorsitzende Andreas Siegert diesbezüglich Alarm geschlagen, weil er die Situation an mehreren Schulen für außerordentlich besorgniserregend hielt. Besonders Grundschulen waren davon betroffen. Ende Oktober bestätigte Torsten Klieme, der Direktor des Landesschulamtes dies gegenüber der MZ und versprach aber: „Wir arbeiten daran, bald wieder vernünftige Zustände zu haben.“ Laut eines Beschlusses des Landesparlaments steht Geld zur Verfügung, so dass langzeiterkrankte Lehrkräfte und die, die sich in Elternzeit befinden, befristet ersetzt werden können. Außerdem werden 16 unbefristete Stellen für Grundschulen und Förderschulen im Saalekreis ausgeschrieben. Diese Lehrkräfte sollen ab Januar ihren Dienst antreten. Doch hat sich in betroffenen Grundschulen schon etwas getan? In Sennewitz, wo der Englischunterricht aufgrund einer Langzeiterkrankung seit Beginn des Schuljahres komplett ausgefallen war, konnte das Problem durch eine befristet eingestellte Kollegin behoben werden. Auch in Holleben gab es massive Probleme mit der Unterrichtsversorgung. Bereits Mitte Oktober wandte sich der Schulelternrat mit einem Brief an das Landesschulamt. „Darin haben wir auf die katastrophale Situation bezüglich der fehlenden Lehrer in unserer Schule hingewiesen. Wir haben sechs Klassen und nur vier Klassenlehrer. Jahrgänge mit zwei Klassen wurden zusammengelegt, mit 33 Kindern beispielsweise in der zweiten Klasse“, erzählt Bernd Böhm, Vorsitzender des Schulelternrats der Grundschule Holleben, der selbst zwei Kinder in der Schule hat, in der zweiten und vierten Klasse. „Das Land spart die Schulen kaputt und das auf den Schultern der Lehrer und der Kinder“, meint Böhm. Doch er hat die Erfahrung gemacht, dass sich das Engagement des Schulelternrats gelohnt habe. „Es ist viel schief gegangen. Es gab erhebliche Kommunikationsprobleme. Aber die Situation hat sich deutlich entschärft“, sagt Böhm. Nach dem Brief des Schulelternrats an das Landesschulamt Mitte Oktober bekamen die Elternvertreter Anfang November einen Termin im Landesschulamt. „Bereits vor diesem Termin hat das Amt schnelle, unkonventionelle Lösungen gefunden“, so Böhm. „Es sind wieder sechs Lehrer in unserer Schule“, freuen sich Böhm und die anderen Elternvertreter. Trotzdem hält er die Gesamtsituation im Saalekreis noch immer für angespannt. „Die Personaldecke ist weiterhin sehr dünn. Das ist meine persönliche Meinung. Dadurch fühlen sich viele Lehrer überfordert.“ Eine Unterrichtsversorgung von 101 Prozent hält er für zu gering. Zwar richte sich die Lehrerzuweisung nach der Anzahl der Schüler, nicht nach der der Klassen, so dass jahrgangsübergreifender und klassenübergreifender Unterricht durchgeführt werden müsse. Die meisten Schulen hielten aber am traditionellen Klassen-Modell fest. Auch dadurch würden sich Probleme auftun. Lehrerteam zu alt Für die Zukunft sieht Böhm weitere Schwierigkeiten, denn vielerorts sei das Lehrerteam einfach zu alt. In der Grundschule in Holleben beispielsweise seien 90 Prozent der Lehrkräfte weit über 40 Jahre alt. Es müssten dringend junge Lehrer eingestellt werden, so die Ansicht des Schulelternratsvorsitzenden. Auch Mandy Ebert, die Schulelternratsvorsitzende der Grundschule Wettin hält die Lehrerreserve für zu klein. „Es ist manchmal ganz wirkungsvoll, wenn etwas Druck von außen kommt“, meint die engagierte Elternvertreterin. So wurde erreicht, dass Ersatz für die fehlende Englischlehrerin kam. Für die durch eine Langzeiterkrankung fehlende Klassenlehrerin der einen Grundschulklasse in Wettin habe das Landesschulamt mittlerweile eine Ausschreibung auf den Weg gebracht. Nun gebe es Aussicht darauf, dass Anfang 2016 oder zu Beginn des zweiten Schulhalbjahrs eine neue Lehrerin an die Schule kommt. (mz)

Ersatz für fehlende Lehrer

26.10.2015 21:31 Uhr | Aktualisiert 27.10.2015 10:16 Uhr I http://www.mz-web.de
Wegen des Lehrermangels herrschen dramatische Situationen an den Grundschulen im Saalekreis. Neueinstellungen sollen die Situation verbessern. Sogar Quereinsteiger haben bei befristeten Stellen eine Chance. Andreas Siegert, der Vorsitzende des Kreiselternrates, hatte vor kurzem Alarm geschlagen, weil er die Unterrichtsversorgung in verschiedenen Schulen im Saalekreis für massiv gefährdet hält. Torsten Klieme, der Direktor des Landesschulamtes, bestätigte dies jetzt gegenüber der MZ. „Aber wir arbeiten daran, bald wieder vernünftige Zustände zu haben.“ Auf dem Papier gibt es ausreichend Lehrkräfte, in der Realität sieht es allerdings etwas anders aus. Vor allem in den Grundschulen habe man derzeit Probleme. Wie bereits von der MZ berichtet, seien das die Grundschulen in Wettin, Sennewitz, Langeneichstädt und Niemberg. Aufgrund von langzeiterkrankten Lehrern oder Pädagoginnen in Elternzeit gebe es hier Ausfälle. In den Grundschulen Holleben, Salzmünde, Sennewitz und Wettin habe man vor allem Probleme mit dem Fach Englisch. Wobei die Grundschule Wettin noch in dieser Woche eine Abordnung aus der Grundschule Nauendorf bekommen soll. Erstmals Geld für Ersatz-Stellen Bisher habe man Lehrkräfte, die in Elternzeit oder langzeiterkrankt sind, nicht ersetzen können. „Jetzt gibt es allerdings tatsächlich eine Neuerung – durch den Beschluss des Landesparlaments steht uns erstmals so viel Geld zur Verfügung, dass wir für Langzeiterkrankte und Lehrer, die ihren Nachwuchs betreuen, für eine befristete Zeit Ersatz einstellen können“, erklärt Klieme. Zusätzlich sollen Anfang November 16 unbefristete Stellen für Grundschulen und Förderschulen ausgeschrieben werden. Diese Lehrkräfte sollen dann schon im Januar 2016 ihren Dienst antreten. Gleiches gilt für die 13 unbefristeten Stellen, die für Sekundarschulen und Gymnasien vorgesehen sind. Im Rahmen dieser Ausschreibung wird zum Beispiel für die Goethe-Sekundarschule in Bad Lauchstädt eine Lehrerin oder ein Lehrer für Biologie oder Chemie (mit einem anderen Fach als Kombination) gesucht. Die Sekundarschule in Gröbers soll einen Englisch/Deutsch- oder Englisch/Geschichtslehrer bekommen. Und die Sekundarschule „Unteres Geiseltal“ in Braunsbedra braucht einen Mathelehrer und einen Biologielehrer, der Deutsch, Chemie oder Musik als Kombination hat. Einstellungsvoraussetzungen angepasst „Was die Einstellungsvoraussetzungen angeht, so haben wir auch den Rahmen bereits etwas geöffnet“, erklärt Torsten Klieme. In der ersten Runde richte man das Augenmerk auf Lehrer, die das erste und zweite Staatsexamen haben. Gebe es nicht ausreichend viele Bewerber, würden in einer zweiten Runde Pädagogen zum Zuge kommen, die ihr Studium zu DDR-Zeiten beendet haben, also Diplomlehrer sind. Könnte man die zur Verfügung stehenden Stellen immer noch nicht besetzen, hätten auch Quereinsteiger die Chance auf eine Stelle. Gibt es im Land und im Landkreis wirklich zu wenige Lehrer oder ist das nur ein Gefühl, wollte MZ von Torsten Klieme wissen. „1990 gab es in Sachsen-Anhalt noch 35 000 Geburten, seit 1992 sind es immer um die 16 000. Das heißt, wir haben nur noch 50 Prozent der Schülerzahlen, die wir im Jahr 2000 hatten“, so Klieme. Die Zahl der Lehrer sei über längere Zeit hoch geblieben. „Und die Leute haben sich an diese komfortable Situation gewöhnt.“ Im Vergleich liege der Saalekreis im Landesdurchschnitt. „Lediglich bei den Grundschulen ist es, wie gesagt, dramatischer.“ Zum Schuljahresbeginn 2015/16 waren im Saalekreis insgesamt 53 Lehrkräfte in unbefristete Arbeitsverhältnisse angestellt worden, elf erhielten befristete Verträge. (mz)

Seit Schuljahresbeginn kein Englisch

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20.10.15 Mitteldeutsche Zeitung

Lehrermangel im SaalekreisMaulkorb für die Schulleiter?

16.10.2015 18:44 Uhr | Aktualisiert 16.10.2015 18:48 Uhr I http://www.mz-web.de
Der Kreiselternrat kritisiert den Lehrermangel und die Informationspolitik des Landesschulamtes. Zu Auskünften über die Unterrichtsversorgung gibt es eine klare Regelung. Der Vorsitzende des Kreiselternrates des Saalekreises, Andreas Siegert, schlägt Alarm. Aus seiner Sicht ist der Unterricht an Schulen des Kreises massiv gefährdet. „Nach unseren Informationen gibt es an einzelnen Schulen des Landkreises eine Unterrichtsversorgung von lediglich 75 Prozent“, erklärt Siegert. Von erheblichem Unterrichtsausfall betroffen seien z.B. die Grundschulen in Wettin, Sennewitz, Langeneichstädt und Niemberg. „Ebenso gravierend wie den permanenten Unterrichtsausfall sehen wir Anweisungen des Landesverwaltungsamtes, die Weitergabe von Informationen an die Öffentlichkeit zu unterbinden.“ Bereits im September hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft die Personalräte der Schulen über die Schulleiter angeschrieben und um Auskunft über die Unterrichtsversorgung gebeten. Laut GEW-Veröffentlichung hätte das Landesschulamt die Weiterleitung der Anfrage jedoch untersagt. Eine ähnliche Vorgehensweise gibt es nach MZ-Informationen auch jetzt. Die Schulleiter wurden offenbar durch das Landesschulamt angewiesen, keine Auskunft zur Unterrichtssituation zu geben. Dass das gefruchtet hat, zeigte unter anderem ein Anruf der MZ am Freitagvormittag in einer Grundschule im südlichen Saalekreis. Auf die Frage, ob die Schule vom derzeitigen Lehrermangel betroffen sei, hielt sich die Schulleiterin extrem bedeckt, verwies auf die nächste Unterrichtsstunde und die anstehenden Ferien, so dass ein Gespräch nicht möglich sei. Zu Auskünften über die Unterrichtsversorgung gebe es laut Landesschulamt in Halle eine klare Regelung: „Schulleiter oder Schulleiterinnen erteilen ihren Schulelternräten Auskünfte über die Unterrichtsversorgung. Kreiselternräte erhalten Auskünfte zum Stand der Unterrichtsversorgung des Landkreises durch das Landesschulamt. Darüber wurden unsere Schulleiter in Kenntnis gesetzt“, erklärte Sprecherin Silke Stadör auf Anfrage der MZ. „Aber das ist nicht die Praxis“, kontert Andreas Siegert vom Kreiselternrat. „Auch die Schulelternräte erhalten keine Auskunft. Unter der Hand wurde einigen gesagt, dass man nichts sagen dürfe.“ So erhalte man nur Puzzleteile. Nur durch persönliche Informationen wisse er zum Beispiel, dass der Unterricht für Kinder in der Grundschule Wettin am Freitag erst zur vierten Stunde begann. Oder dass es in einer Schule seit Schuljahresbeginn keinen Englischunterricht gebe. Auch MZ hatte eine Anfrage zur aktuellen Unterrichtsversorgung gestellt. Diese soll nach den Ferien beantwortet werden. Nach Aussage von Siegert gehen in den nächsten zehn Jahren 50 Prozent der Lehrer in den Ruhestand. „Selbst wenn alle Abiturienten Lehramt studieren würden, würde dies nicht ausreichen, um die dadurch entstehenden Ausfälle zu kompensieren.“ Eine kurze Umfrage an Schulen im Saalekreis ergab, dass es nur einen geringen Puffer gebe, falls Lehrer ausfallen. Werden mehrere gleichzeitig krank, gebe es arge Probleme. (mz)

Lehrer fehlen – nur wie viele?

07.10.2015 11:40 Uhr | Aktualisiert 08.10.2015 08:55 Uhr I http://www.mz-web.de

Das neue Schuljahr ist noch jung. Gewerkschafter beklagen, es habe so schlecht begonnen wie nie zuvor. Sie fordern rasche Abhilfe. Das Ministerium antwortet: Wir sind dabei. MAGDEBURG. Chaos an Sachsen-Anhalts Schulen? Nach Ansicht der Bildungsgewerkschaft GEW haben Unterrichtsausfall und Lehrermangel im gerade erst sechs Wochen alten Schuljahr 2015/16 bislang nie gekannte Dimensionen erreicht. Nach einer nicht repräsentativen Erhebung der GEW an etwa 140 der insgesamt gut 600 Schulen im Land liegt bei 57 Prozent der Schulen die Unterrichtsversorgung bei 100 Prozent oder darunter. In solchen Fällen gibt es bei Krankheitsfällen oder Klassenfahrten keine Lehrer, die eine Vertretung übernehmen können, der Unterricht fällt dann aus. „Damit gibt es in mehr als der Hälfte der Schulen keine Vertretungsreserve, Unterrichtsausfall wird dort zur Regel“, sagte GEW-Landeschef Thomas Lippmann. Und: „Die Situation ist so schlecht, dass das nicht bis zum Schuljahresende so weitergehen kann.“ Er forderte die Einstellung von weiteren 300 Lehrern. Sachsen-Anhalt hat bislang zu diesem Schuljahr 530 Lehrer neu eingestellt, bis Ende des Jahres sollen es 600 werden. Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) erklärte hingegen: „Die Forderungen der GEW bleiben deutlich hinter dem Regierungshandeln zurück. Das Kabinett hat bereits im September verabredet, dass es zusätzliche Neueinstellungen im laufenden Schuljahr geben wird.“

Kommentar zum Lehrermangel in Sachsen-Anhalt – Vor dem Kollaps
Das stimmt aber nur bedingt: Zwar sollen im November 260 weitere Stellen für das zweite Schulhalbjahr ausgeschrieben werden; die von Dorgerloh angekündigten, weiteren 250 Stellen im Jahr 2016 sind aber ausschließlich für die Erteilung von Sprachunterricht von Flüchtlingskindern vorgesehen. Laut Lippmann erreichten nur 15 Prozent der Schulen eine Unterrichtsversorgung von 103 Prozent. Das ist jener Wert, den die Landesregierung selber als Zielzahl ausgegeben hat, um den Unterrichtsausfall zu minimieren. Nach MZ-Informationen liegt die Unterrichtsversorgung im Land derzeit an allen allgemeinbildenden Schulen im Durchschnitt bei 101,4 Prozent, die Zahl stammt aber von Anfang September. Lippmann beklagte gleichzeitig einen „Maulkorberlass“ aus dem Landesschulamt, der es der Gewerkschaft unmöglich machen sollte, aktuelle Zahlen zu erheben. Lehrer erklärten gegenüber der MZ, dass nicht einmal sie von der eigenen Schulleitung über den tatsächlichen Stand der Unterrichtsversorgung informiert würden. Ein Sprecher des Kultusministeriums bestätigte eine entsprechend strikte Anweisung der Schulbehörde gegenüber den Schulleitern. Laut Lippmann würden die Zahlen der Unterrichtsversorgung noch schlechter ausfallen, wenn den Schulen im Land weiter Stunden wie in den vergangenen Jahren zugewiesen würden. Tatsächlich sei der Stundenbedarf soweit heruntergerechnet worden, dass dies einem Äquivalent von 500 Vollzeit-Lehrerstellen entspräche. So würden etwa statt vier nur noch drei Stunden Mathematik unterrichtet. Gleichzeitig wies Lippmann Darstellungen zurück, Stundenausfälle könnten auch bei 98-prozentiger Unterrichtsversorgung verhindert werden: „Es gibt dann nur eine Wahrheit – und die heißt Ausfall.“ Dorgerloh räumte unterdessen ein, dass sich die Zahl der neueingestellten Lehrer bei der Unterrichtsversorgung noch nicht auswirke. Grund seien die zahlreichen Flüchtlingskinder, die inzwischen unterrichtet werden. Derzeit seien es 2.600 Schüler mehr; bis zum Jahresende könnte die Zahl laut Dorgerloh noch bis auf 4.800 steigen. (mz)
Leserbrief von Jana Zober-Kühne zum Artikel „Lehrer fehlen – nur wie viele?“ vom 07.10.2015 (mz)

Als Eltervertreterin der Grundschule Wettin und Vorstandsmitglied des Kreiselternrates kann ich bei der Äußerung des Kultusministers Dorgerloh nur ungläubig den Kopf schütteln. Nach meinem Kenntnisstand weist der Kreiselternrat bereits seit mehreren Jahren auf den Lehrermangel hin, den unsere Kinder nunmehr hautnah miterleben müssen. Allein in der Grundschule Wettin fehlen pro Woche 18,5 Unterrichtsstunden und der Unterricht in den Kernfächer kann nur auf dem vorgeschriebenem Minimum erfolgen. Teilweise fängt der Unterricht erst zur 2.oder 3. Stunde an, wobei in der gesamten Schule kein Englischunterricht stattfindet. Bereits zu Beginn des Schuljahres habe ich mich an das Landesschulamt, Landtagsabgeordnete und die Presse gewandt. Erst in der letzten Woche habe ich, nach mehrmaligen Schreiben, eine Antwort vom zuständigen Mitarbeiter des LSchA erhalten. Es wird immer wieder darauf verwiesen, dass bereits ein Lehrer abgeordnet wurde, der nun aber ebenso wieder erkrankt ist. Gleichzeitig haben wir im Kreiselternrat versucht, die aktuelle Situation in den Schulen abzufragen. Nach dem von Thomas Lippmann beschriebenem „Maulkorberlass“ war dies leider nicht mehr möglich. Zuviel Bedenken hatte die Schulleiter wegen einer möglichen Disziplinarmaßnahme. Auch die Rückmeldung der Teilnehmer des Bildungsausschusses im Kreistag war eindeutig: beinahe jede Schule im Saalekreis ächzt, ob der fehlenden Lehrer und des Stundenausfalles. Die gleichzeitige Anfrage, welche Bedarfe durch die Flüchtlinge bestehen und hierin auch eine Chance bestehen könnte, kleine Schulstandorte zu erhalten, konnte nicht beantwortet werden. Aktuelle Zahlen zu den tatsächlichen Bedarfen liegen noch lange nicht vor, hieß es Seitens des Schulamtes. Da stellt sich mir die Frage, weshalb Herr Dorgerloh nunmehr darauf abstellt, dass die Versorgung der Flüchtlingskinder der Grund für die schlechte Unterrichtsversorgung sei. Ein Blick in den Schulentwicklungsplan wird offenbaren, dass seit Jahren eine falsche Politik geführt worden ist, die dazu geführt hat, dass unsere Schulen derart schlecht versorgt sind. Bleibt nur ein Dank an die Lehrer und Lehrerinnen, die die Stunden abdecken und versuchen, unseren Kindern einen angemessenen Schulalltag zu bieten. Dass dies langfristig nicht funktionieren kann, weil die Belastung nicht zu tragen ist, wird jeder nachvollziehen können. Wir benötigen dringend mehr Lehrer, so einfach ist die Lösung! Jana Zober-Kühne

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15.07.15 Amtsblatt der Stadt Wettin-Löbejün
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